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Zwei lange Tage gehen zu Ende. Die Disziplin Cadre 35/2 in der 1. Klasse, welche auf eine Distanz von 250 Bällen oder 15 Aufnahmen gespielt wird, ist durchaus sehr anstrengend, sowohl für die Spieler, als auch für die Schiedsrichter. Bis zu drei Stunden kann so eine Partie dauern ... Da durch erhöte Boutage-Gefahr natürlich die Fenster nicht geöffnet werden können, kommt es nach und nach zu einer etwas stickigeren Luft, die sowohl Spieler als auch Schiedsrichter zu schaffen macht. Der Samstag ging mit vier Runden von 10 Uhr morgens bis abends 10; am Sonntag war es auch nicht schneller: Die letzte der drei ausstehenden Runden wurde erst um 19:00 beendet. Nun das Positive:

Es gab sehr attraktive Partien zu sehen; unter anderem zwei Spiele, welche innerhalb von 3 Aufnahmen beendet wurden (Schnitt: 83,33).

Eine dieser Partien schaffte Dirk Menzel. Die andere Partie gelang Helmut Vehreschild, der in der ersten Aufnahme eine Serie von 212 hinlegte (dies war auch die beste Serie im gesamten Turnier), bevor er  einen vermeintlich einfachen Zugball ausliess. Den Gesamtsieg konnte sich Dirk Menzel mit 10 Punkten sichern, knapp vor Michael Woidowski mit 9 und Martin Nockmann mit 6 Partiepunkten.Helmut Vehreschild wurde knapp Vierter, er hatte nur mit einem Unterschied im GD von 0,24 das Nachsehen. 12571397_1690802384531980_361851911_n Wir wünschen Dirk viel Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften. Anbei noch der Spielbericht: kem35-2  
Langenfeld als Tabellenvorletzter stand am heutigen Samstag auf dem Spielplan der Bundesliga-Mannschaft, Velbert trat (zur Sicherheit) mit beiden Ausländern an und gewann das Match mit 6:2. Und niemand hat sich auf den schwierigen Langenfelder Tischen so richtig mit Ruhm bekleckert... Torsten Anders legte in seiner Partie gegen Stefan Judat wie die Feuerwehr, doch dann ging ihm das Wasser aus: Nach anfänglicher Führung (17:6 in 11 Aufnahmen, dann 30:12 in 18) kam ein Riesenloch, in dem Judat noch zweimal 5 machte und sich tapfer wehrte, beim Stand von 34:23 in 31 musste man sich in der - wieder einmal gut besetzten - Velberter Fankurve schon Sorgen machen, doch Anders fand zurück ins Spiel und beendete die Partie schließlich 40:27 in 35 Aufnahmen. Am Nebentisch hatte Volker Simanowski viel Mühe mit Mustafa Hayat, fand überhaupt nicht ins Spiel und lag schnell 12:1 in 9 hinten. Doch dank Ruhe und Routine kämpfte er sich heran, hatte den Langenfelder etwa zur Partiemitte eingeholt, führte in der 36. Aufnahme erstmals mit 27:28 und gewann dann mit großer Kraftanstrengung 33:40 in 49 Aufnahmen. Weniger Erfolg hatte Henk Habraken: Am letzten Spieltag noch hoch gelobt, tat er sich sehr schwer mit Thomas Neumann und verlor um 4 Bälle in 42 Aufnahmen. Weltmeister Eddy Merckx startete gegen den Holländer Rob Mans recht stark, hatte dann aber kaum gute Positionen und auch ein wenig Pech, was ihn ausnahmsweise sogar zu leichten Unmutsbekundungen veranlaßte - eigentlich eher selten bei einem Routinier wie Eddy. Er brachte die Partie letztlich mit 24:40 in 37 Aufnahmen nach Hause - kein Ruhmesblatt für Merckx, der Anfang Februar im türkischen Bursa den nächsten Weltcup vor der Brust hat. Richtig freuen konnten sich der Velberter erst wieder, als die Nachricht vom 4:4-Ergebnis des BC International in Neustadt durchsickerte, dadurch vergrößerte sich der Vorsprung auf die Berliner Verfolger auf 2 Punkte / 14 Partiepunkte.
Na, das war nicht gerade eine Sternstunde der Velberter Billardspieler. Velbert gewann zwar in Langenfeld 6:2 und holte somit wichtige Punkte für den direkten Wiederaufstieg. Allerdings liess die Leistung etwas zu wünschen übrig: Eddy Merckx spielte "nur" einen GD von 1,081; Henk Habraken verlor seine Partie mit einem ungewohnt niedrigen Schnitt von 0,878. Die Ergebnisse der Partie findet ihr hier.

LEM Cadre 35/2

Die ersten 4 Runden im Cadre35/2 mit 7 Teilnehmern im System Avé sind gespielt. Die besten Chancen auf die Goldmedaille, und somit auf die Teilnahme bei den nächsten deutschen Meisterschaften, haben wohl Michael Woidowski mit bislang 7 Punkten, gefolgt von Dirk Menzel mit 6 Punkten. Auf dem dritten Rang liegt Heinz Schmale mit 4 Punkten. Schmale spielt morgen in der ersten Runde gegen Woidowski, ein Sieg des Königshofers (Woidowski) könnte bereits so etwas wie eine Vorentscheidung sein. Aber warten wir mal ab. Jetzt geht es erst einmal nach 11 Stunden Billard in die Nachtruhe, bevor morgen ab 10:00 die letzten drei Runden gespielt werden.
Am Samstag war es eine relativ klare Sache: Gegen den Tabellenletzten Elfenbein Höntrop gingen die Velberter mit Schlachtschiff Henk Habraken an der Spitze ausgeruht und zuversichtlich in den Kampf. Philipp Leu gewann seine Partie gegen Sebastian Fründt relativ mühelos 40 : 30 in 47 Aufnahmen und Stefan Dirks hatte mit Markus Pfeiffer auch keine Probleme - 40 : 32 in 43. Torsten Anders spielte wieder mal weit unter seinem von früher gewohnten Niveau, blieb aber gegen Michael Richartz mit 40 : 31 in 50 siegreich. Wahrhaft überlegen war dagegen Henk Habraken seinem Gegner Andreas Wild, den er mit 40 : 11 in 27 abfertigte. Ein schöner 8 : 0 -Sieg gegen die Bochumer, in deren schönem neuen Clubheim wir uns sehr wohl gefühlt haben (Fiege!), wo die Zeichen aber stark auf eine kommende Saison in der Oberliga deuten. Der härtere Gegner war BG Coesfeld, wo Velbert am Sonntag mit beiden Ausländern antrat. "Zur Sicherheit immer volle Pulle" lautete die Devise, die Vorsitzender Werner Klingberg ausgegeben hatte. Welch ein Glück (für Velbert), dass Eddy Merckx mit dem parallel laufenden Finale der Belgischen Meisterschaften nichts zu tun hatte, weil er schon im Achtelfinale kläglich ausgeschieden war. Und die erste Spielhälfte sah auch so aus, als wäre die Entscheidung für die stärkste Besetzung richtig und notwendig gewesen: Während Torsten Anders zu alter Stärke zurückfand und seinen Gegner Theo Peters relativ problemlos mit 40 : 23 in 34 Aufnahmen abfertigte, hatte Stefan Dirks am Nebentisch massive Probleme gegen Carsten Lässig und lag am Anfang weit zurück. Doch Lässig traf dann in der zweiten Hälfte gar nichts mehr, möglicherweise weil zwischenzeitlich die Velberter Fankurve (auch mit Marco) voll besetzt war, Stefan fand sein Spiel wieder (wo war es nur zwischenzeitlich...?) und beendete die Partie noch sehr deutlich mit 40 : 29 in 48.
Kam mit Alice gut klar: Eddy Merckx

Kam mit Alice gut klar: Eddy Merckx

Die zweite Hälfte begann mit einem Schock: Andreas Niehaus, der den Weltmeister Eddy Merckx schon 2009 einmal besiegt hatte, begann mit 5 und ließ auch in den nächsten Aufnahmen nichts liegen. Schnell stand es 27 : 6 in 11 für den Coesfelder, dem einfach alles zu gelingen schien. Doch Eddy gab nicht auf, kämpfte sich auf 33 : 31 in 19 heran, machte dann eine schöne 12-er Serie und rettete die Partie mit 6 im Nachstoß in der 24. Aufnahme ins Unentschieden. Zwischenzeitlich hatte am Nebentisch Henk Habraken gegen Jörg Schertel unauffällig, ruhig und sicher wie immer mit 40 : 19 in 28 gewonnen. Gesamtergebnis: ein verdientes 7:1 für die Velberter, die damit zum Ende der Hinrunde in der 2. Bundesliga auch wieder die Tabellenführung vom BC International Berlin zurückerobert haben.
Kam mit seinen Gegnern am Wochenende gut klar: Henk Habraken

Kam mit seinen Gegnern am Wochenende gut klar: Henk Habraken

Die bemerkenswerteste, weil stabilste Leistung des Spielwochenendes zeigte wieder einmal Henk, unser Holländer: Mit zwei Partien über 1,4 Durchschnitt machte er deutlich, dass er - trotz einiger Wehwehchen, die ihn plagen - noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Mit einem GD von 1,31 in der laufenden Periode spielt er aktuell seine zweitbeste Saison der vergangenen 7 Jahren, in denen er es im Schnitt auf beachtliche 1,23 brachte. Wir sollten ihn einbürgern, ehrenhalber...  
_MG_9127 In knapp vier Wochen ist Karneval .... Für die Billardwelt heisst das: Velbert Open. Am 06. und 07.02. wird es wieder närrisch im Clubheim des BSV, wenn die mittlerweile 17. Velbert Open gespielt werden. Anmeldungen werden von Volker Simanowski unter 0201 23 37 15 entgegengenommen oder per Mail an info@billard-velbert.de.