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BSV Poolstart 2025

In der Jahreshauptversammlung 2025 am 16. März wurde die Gründung einer Poolabteilung als wirtschaftliche Notwendigkeit für den BSV erachtet. Die finanzielle Lage des Vereins war äußerst ernst und eine Sanierung der Finanzen schien dringend notwendig zu sein. Bereits in den vergangenen Monaten wurden hierzu Gespräche geführt. Angebote wurden eingeholt, Machbarkeit in baulicher Hinsicht wurde diskutiert und finanzielle Möglichkeiten wurden überdacht.

Direkt nach der Versammlung verkündete Kai Klasmeier, dass er für die Finanzierung einer Poolabteilung mit zwei Turniertischen ein zinsfreies Darlehen von € 6.000 zur Verfügung stellt. Das Hauptproblem war damit aus der Welt geschaffen und es konnte losgehen.

Für das allgemeine Management, die Bauleitung und auch die handwerkliche Ausführung des notwendigen Umbaus stellte sich Lothar Winkler zur Verfügung. Es ging sofort los.

Eifrige Helfer waren Waldemar Brill, Kai Klasmeier, Franz Koep und Gert Krümmel. So ging es voran.

Spenden für Bodenbelag und Dekoration kamen von Werner Klingberg und Stefan Schneider.

Nach 3 Monaten Bauzeit stand die neue Abteilung und am 21.6.25 war Eröffnung.

Soweit die Entstehung unserer Poolabteilung. Es war nicht so einfach wie diese Kurzfom es darstellt. Es gab kontroverse Diskussionen über Zuständigkeiten und Ausführungen der Bauarbeiten. Aber schlussendlich hat der BSV gezeigt, dass zügig und zielgerichtet gehandelt werden konnte.

Nun zu den wirtschaftlichen Zahlen. Die Poolabteilung hat in 9 Monaten des zu Ende gehenden Jahres 2025 bereits hervorragend funktioniert und massiv die Zahlungsfähigkeit des BSV unterstützt. Würde man den Gewinn aus der Abteilung für die Rückzahlung des Klasmeier-Darlehens verwenden, wäre schon die Hälfte getilgt. Eine betriebswirtschaftliche Darstellung kann von Vereinsmitgliedern beim Verfasser dieses Artikels angefordert werden.

Wir haben derzeit im BSV 9 Karamboltische und 2 Pooltische. In Prozenten: 82% Karambol, 18 % Pool. 8 männliche Vereinsmitglieder (Karambol) sind um die 80 Jahre alt. Am Frauenstammtisch sind 5 Mitglieder in dieser Altersstruktur. Jugendliche sind im Karambolbereich nicht vorhanden.

Über 20 Personen gehören aktuell zu den Pooltischnutzen. Etwa 10 Erwachsene und etwa 10 Jugendliche. Zwei Poolspieler wollen im BSV Vorstand mitarbeiten (als Jugendwart Sam, als Pressewart Alexandru).

Die Altersstruktur in der Poolabteilung ist viel niedriger als bei den Karambolspielern und es kommen Jugendliche. Hier kündigen sich weitere Firmenevents an, Spaßturniere finden statt und die allgemeine Entwicklung stabilisiert den BSV. Mit der prozentualen Spieltischbelegung liegt Pool deutlich vorn. Eine gut bekannte App für Poolturniere könnte dafür sorgen, dass die vorwärtsgehende Entwicklung noch rasanter nach vorne geht. 4 Tische wären aber Voraussetzung.

Die konsequente und umgehende Weiterentwicklung der Poolabteilung sollte nun angegangen werden. Zwei weitere Tische wären aufzustellen. Zumindest die Planung ist anzugehen. Angebote für zwei Pooltische liegen bereits vor.

Der Verfasser dieses Beitrags ist nicht allein mit der Meinung, dass die konsequente Zuwendung zum Dreibandspiel dem Karambolsport nicht genützt hat. Es hat den Anschein als wäre der Ast abgesägt worden, auf dem alle saßen. Es gibt fast keinen Nachwuchs mehr. Das Alter der Dreibandspieler ist sehr hoch. Derzeit wären für Deutschland nur zwei “Newcomer” mit Budesliganiveau zu benennen.

Der Versuch des BSV, eine interessante Bundesligamannschaft zu stellen, klappt nicht. Bei Heimspielen erscheinen lediglich zwischen 3 und 8 Zuschauern. Die Kosten für die Mannschaft lagen jährlich bisher im fünstelligen Bereich. Aktuell sind wir auf dem letzten Tabellenplatz.

Wenn wir für die hobbymäßigen Karambolspieler, die erste Bundesliga und weiteren Gruppierungen im BSV (Frauenstammtisch, Sparclub, Rommeclub) den Verein erhalten wollen, ist der Poolsport mit sofortigem Einsatz weiter zu entwickeln. Kein weiteres Zuwarten. Kurzfristig, zu Gunsten der Investitionen in den Poolsports, würde der Verfasser auch mit weiterer Kürzung des Bundesligaetats einverstanden sein.

Meinungen und Vorschläge an Lothar Winkler unter l.winkler1104@gmail,com