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Das lila Jackett ist so etwas wie das Gelbe Trikot – nur etwas weiter. Aber Eddy wächst schon rein...

Mit einem souveränen 57:19 Sieg gegen seinen Landsmann und Freund Eddy Leppens hat unser Top-Spieler Eddy Merckx das erste 3-CC-Masters in Korea gewonnen.

Das Turnier wird von 20 vorgegebenen Positionen aus gespielt, was durchaus gewöhnungsbedürftig ist: Verteidigung geht nicht! Merckx spielte In der Finalrunde mit 2,45 auch den besten GD und kassierte die Sieg-Prämie von 40.000 Dollar, Leppens bekam 20.000 Dollar, die beiden Drittplazierten Tran und Tasdemir jeweils 15.000 Dollar.

Besonders gefreut haben dürfte sich Eddy über das "geschmackvolle" lilafarbene und deutlich zu groß geratene 3-CC-Masters-Siegerjackett.

Neu im Velberter Kader: Jean-Paul de Bruijn (l.) und Barry van Beers (r.) mit den Velberter Stammspielern Volker Simanowski, Torsten Anders und Philipp Leu

                       

Der BSV Velbert hat sein Bundesliga-Kader für die bevorstehende Saison erheblich verstärkt: Neu hinzu gekommen sind die Spieler Jean-Paul de Bruijn (53), Ismail Yasin (46), Barry van Beers (42) und Raymund Swertz (29) - alles Spieler mit internationaler Erfahrung.

"Wir mussten aufstocken, weil unsere Nummer 1, Eddy Merckx, aufgrund vieler internationaler Verpflichtungen nicht mehr so oft für uns spielen kann und Henk Habraken wegen schwerer Erkrankung vorerst ganz ausfällt", erklärt BSV-Vorsitzender Werner Klingberg, "außerdem kann es sein, dass es in den Terminplänen von Holland, Belgien und Deutschland unglückliche Überschneidungen gibt. Und wir wollen die Klasse unbedingt halten."

Am Samstag stellten sich zwei der Neuen, die Niederländer de Bruijn und van Beers, im BSV-Clubheitm vor - die beiden anderen mußten absagen; beim Türken Yasin gab es leider eine Verzögerung bei seinem Visum und Swertz war aufgrund eines Unfalls in der Familie verhindert. In vier Demonstrations-Patien konnten sich die Velberter vom Können der neuen Bundesliga-Spieler überzeugen.

Gespielt wurde auf hohem Niveau - und Torsten anders gelang sogar ein 40:39-Sieg gegen seinen  künftigen Mannschaftskollegen Jean-Paul de Bruijn.

Der 4. Dreiband-Bundespokal Senioren auf dem Matchbillard geht an Reinhard Voß vom BSV Marl. Im Finale am Samstagnachmittag setzte sich Voß gegen den bis dahin sehr stark spielenden Heinz Hartl vom BC Regensburg durch - der Bayer brachte seine Qualität nach dem fünftägigen Billard-Marathon einfach nicht mehr auf die Platte.

Voss spielte einen GD von 0,79 und einen besten Einzel-Durchschnitt von 1,315, Die beiden Finalisten teilten sich auch die Prämie für die höchste Serie im Turnier: 9.

Für eine Überraschung sorgten die Berliner Spieler, von denen drei unter die ersten 5 kamen: Martin Ulbig spielte als 5. mit 0,89 den besten GD des Turniers, Bernd Szczygiel und Andreas Becker teilten sich den 3. Platz.

Insgesamt war der Seniorenpokal für den BSV Velbert ein großer Erfolg, auch wenn die Velberter Spieler unter ihren Möglichkeiten blieben: Eberhard Sperling wurde 15. mit einem GD von 0,372, ihm folgten Rolf Czandera als 19 (0,438, Gerd Krümmel als 21. (0,583) Werner Klingberg als 30. (0,449) und Manfred Behrens als 31. (0,379).

Das Gesamtklassement aller 40 Spieler:

  Endklassement

Die besten Dreibandspieler Deutschlands der Alterskategorie Ü 60 treffen in der Woche nach Pfingsten in Velbert aufeinander, um fünf Tage lang um Pokale und Medaillen zu kämpfen. Zum vierten Mal richtet der BSV Velbert vom 22. Bis 26. Mai den Bundespokal Dreiband für Senioren aus, und das Turnier erfreut sich wachsender Beliebtheit. „Diesmal sind 40 Spieler am Start, zehn mehr als beim vergangenen Mal, damit sind wir aber auch absolut am Limit“, sagt BSV-Vorstand Werner Klingberg.

Die Jahr für Jahr gestiegene Teilnehmerzahl ist auch ein Zeichen dafür, dass die Gäste gern nach Velbert kommen. Und dafür tut der Club auch einiges: Zum Wohlfühlpaket, das der heimische Billardsportverein geschnürt hat, gehört zum Beispiel die „Velberter Begrüßungstüte“ mit einigen vom Verein sowie von Mitgliedern und heimischen Firmen gesponserten Präsenten, die Organisation der Unterbringung im Stammhotel „Bürgerstube“, im Hotel „Zur Traube“, im Jugendgästehaus und anderen Quartieren bis hin zur Dokumentation des gesamten Turniers mit Spielberichten und Fotos aller Teilnehmer zur Erinnerung.

Während der gesamten Spielwoche sorgen die Frauen des Vereins für das leibliche Wohl der Gäste, einschließlich eines großen kalt-warmen Büfetts am Freitagabend. Vielen gefällt es in Velbert so gut, dass sie auch mehr Zeit vor Ort eingeplant haben. So reisen die fünf Berliner Teilnehmer mit dem Bundesliga-Spieler Martin Ulbig an der Spitze schon am Montag an, ebenso die Spieler aus dem Fränkischen und aus Hessen.

Auch wieder am Start ist der Überraschungssieger des Vorjahres, Klaus Prinz von Preußen, der zur Verstärkung gleich fünf Kollegen seines Vereins BG Rot-Weiß Krefeld mitbringt.

Will seinen Titel aus 2017 verteidigen: Klaus-Dieter Prinz von Preußen

Favoriten des Bundespokals sind zweifellos der Vorjahres-Dritte Reinhard Voß, die drei Berliner Martin Ulbig, Andreas Volbracht und Bernd Szczygiel, Heinz Hartl aus Regensburg, Erwin Schwinning aus Xanten, aber auch Spieler aus der Region wie der Präsident des Nachbarclubs Horster Eck, Hans Ernst Bechert oder Rolf Leuchgens aus Krefeld.

Diese Top-Spieler bilden auch die Köpfe der acht Fünfer-Gruppen der Vorrunde, die auf eine  Distanz von 25 Punkten oder 40 Aufnahmen gespielt wird. Anstoß ist Dienstag um 14 Uhr. Die beiden besten aus jeder Gruppe kommen in die 16er-Hauptrunde, die am Freitag um 10 Uhr beginnt. Parallel laufen die Platzierungsspiele Gruppendritten, -vierten und -fünften. Am Samstag sind ab 10 Uhr die Viertelfinals bis 30 Punkte oder 50 Aufnahmen angesetzt, um 12 Uhr gibt es die Halbfinals und um 14 Uhr schließlich das Finale bis 40 Punkte oder 50 Aufnahmen . „Es wird in jedem Fall wieder spannend“, glaubt Werner Klingberg

Während der gesamten Turniers freut sich der BSV Velbert über Zuschauer in seinem Clubheim Am Buschberg 11. „Es lohnt sich bestimmt, mal vorbeizuschauen, denn die Senioren zeigen bundesligareife Spitzenleistungen im Dreiband“, sagt BSV-Chef Klingberg, „die Königsdisziplin unseres Sports kann man mit entsprechenden Training auch im fortgeschrittenen Alter auf sehr hohem Niveau betreiben.“

Auf maximal 40 Spieler ist der 4. Bundespokal Dreiband für Senioren ausgelegt - trotz einiger kurzfristiger Absagen ist das Feld wieder komplett.

Gespielt wird in acht Gruppen je 5 Spielern,  jeweils die beiden Gruppenbesten kommen in die 16-er Hauptrunde, die übrigen 24 Spieler bestreiten die Platzierungspartien.

A B C D E F G H
Voß 0,785 Ulbig 0,742 Volbracht 0,676   Bechert 0,630   Schwinning 0,602   Hartl 0,600   Leuchgens 0,600 Szczygiel 0,583
Becker 0,530   Richter 0,500 Krümmel 0,521 Prächtel 0,542 Hauer 0,550 Butterbach 0,554   Dilcher 0,563   Bastian 0,570  
Prinz von Preussen 0,499 Fiebig 0,480   Wendland 0,480 Klingberg 0,477   Sperling 0,462   Lempfert 0,463   Lietzau 0,460   Spruzina 0,451  
Steinbild 0,400 Laermann 0,396   Gartz 0,399   Schlemminger 0,400 Ehrhardt 0,406   Laurich 0,410 Resavski 0,420   Czanderna 0,419  
Grewe 0,377   Strätling 0,372   Rössler 0,370   Homann 0,350   Seywert 0,329   Behrens 0,329   Hofmeister 0,319   Ribeiro 0,315
Korigierte Fassung: GD bis auf Tausendstel; Quellen: Dreiband-Info, Vorjahres-Ergebnis, eigene Angaben, geschätzt  

LEM Dreiband I. Klasse

Gestern wurden die beiden Vorrunden der LEM Dreiband gespielt.
Die Gruppenersten und -zweiten bestritten heute morgen die Halbfinals.
Tom Löwe und Karl-Heinz Gertzen spielen am heutigen frühen Nachmittag den Sieger aus.
Die kompletten Ergebnisse folgen.

 

Termine im Mai 2018

Datum / Uhrzeit Liga
Sa. 05.05.18 – 10.00 Dreib. I. Kl. Landesmeisterschaft
So. 06.05.18 – 10.00 Dreib. I. Kl. Landesmeisterschaft
Di. 22.05.18 – 13.00 Dreiband MB Bundespokal Senioren
Mi. 23.05.18 – 10.00 Dreiband MB Bundespokal Senioren
Do. 24.05.18 – 10.00 Dreiband MB Bundespokal Senioren
Fr. 25.05.18 – 10.00 Dreiband MB Bundespokal Senioren
Sa. 26.05.18 – 10.00 Dreiband MB Bundespokal Senioren
So. 03.06.18 – 10.00 LMM Dreiband Landesmannschaftsmeisterschaft

"Kein Problem" ist der Lieblings-Spruch von Mehmet Nuri Ceylan, und dabei hat er stets ein sanftes Lächeln im Gesicht. Ob es um einen schwierigen Dreibänder auf dem großen Billard geht oder um die kurzfristige Beschaffung einer Lammkeule für den ewig hungrigen Vize-Vorsitzenden – für den kleinen Mann aus der Türkei ist alles machbar.

Mehmet Ceylan betreibt zwei Geschäfte für türkische Lebensmittel und Fleisch, eins in Solingen und eins in Gelsenkirchen auf Schalke. Seit einigen Monaten spielt der 48-jährige regelmäßig in Velbert, hat die Trainingszeiten Montag, Mittwoch und Freitag perfekt in seinen Wochenablauf eingepasst und ist einer der eifrigsten Spieler am großen Tisch.

Ziemlich beste Freunde: Mehmet Ceylan und BSV-Vize Marco Ravasi – nur wer von beiden ist der Ausländer?

1991 ist er von seinem Heimatort in der Osttürkei nahe der syrischen Grenze nach Deutschland gekommen, heute lebt er mit Ehefrau Hacer (42), Tochter Rana (23)und Sohn Ubeyd (20) in Velbert. Sein in der Türkei begonnenes Wirtschafts-Studium setzte er zunächst zwei Jahre an der Bergischen Universität Wuppertal fort, doch die Sprache war anfangs eine zu große Hürde.

Gemeinsam mit seinem Schwager stieg er dann in den Lebensmittelhandel ein – sehr erfolgreich offenbar. Um das Geschäft in Solingen kümmert sich inzwischen schwerpunktmäßig sein Sohn. Mehmet selbst, der seit 2000 den deutschen Pass besitzt, konzentriert sich auf Gelsenkirchen, wo er beim Club GT Buer früher auch als Gast öfter Billard gespielt hat.

 Jetzt ist der BSV Velbert sein Verein, und in der kommenden Saison will er auch in der Mannschaft antreten – vorausgesetzt für die Samstagsspiele findet sich ab und zu ein Ersatzmann: "Da muß ich im Geschäft sein, viel zu tun – aber kein Problem", sagt Mehmet – und lächelt.

     

Am Ende war es nur noch eine Pflichtübung: Die Dreiband-Mannschaft des Billardsportvereins Velbert, schon vorzeitig als Tabellenerster für den Aufstieg in die 1. Bundesliga qualifiziert, hat die letzten beiden Spieltage auswärts mit einer Niederlage und einem Unentschieden absolviert: 0:8 unterlagen die Velberter am Samstag beim Tabellenzweiten ABC Merklinde in Castrop-Rauxel und 4:4 stand es tags drauf nach dem letzten Match der Saison beim BC Fuhlenbrock in Bottrop.

„Wir mussten nicht mehr in stärkster Besetzung antreten“, kommentiert BSV-Präsident Werner Klingberg die beiden Abschluss-Spiele, „wir haben unseren Spitzenspieler Eddy Merckx geschont, Henk Habraken ist ohnehin schwer krank und Stefan Dirks ist im Urlaub.“ Für die Velberter geht eine gute Saison zu Ende: Mit 30 : 6 Punkten genehmigten sich die Queue-Virtuosen nur zwei Niederlagen und zwei Remis.

Die heimischen Spieler haben sich mit General-Durchschnitten zwischen etwa 0,9 und 1,0 tapfer geschlagen: Volker Simanowski erreichte 0,971, gefolgt von Torsten Anders mit o,969, Stefan Dirks mit 0,944  und Philipp Leu mit 0,888 und nur einer verlorenen Partie. Die beste Leistung erzielte Vizeweltmeister Eddy Merckx mit überragenden 2,040, gefolgt von Henk Habraken mit 1,217, was insgesamt einen respektablen Mannschafts-GD von 1,035 ergibt.

„Für die erste Liga dürfte das aber nicht reichen“, erklärt BSV-Chef Klingberg, „hier wird durchgängig besser gespielt. Um das Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen, sollten wir etwa 1,1 bis 1,2 bringen. Und das wird schwierig, zumal unsere ausländischen Spieler nicht immer zur Verfügung stehen.“

Eddy Merckx hat in der kommenden Saison neben den Weltcup-Turnieren einige zusätzliche, vom Verband ins Leben gerufene Wettbewerbe zu bestreiten, wie oft er für Velbert antreten kann, ist noch völlig offen. Und Henk Habraken fällt durch seine Erkrankung auf lange Zeit ganz aus.

„Mit rein deutscher Besetzung haben wir kaum eine Chance, in der ersten Liga weht ein etwas rauerer Wind“, so Klingberg, „daher halten wir Ausschau nach Verstärkung aus den Nachbarländern. Mit einigen Spielern stehen wir stehen wir bereits in Kontakt.“