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Am vergangenen Wochenende fand der erste Doppelspieltag der Rückrunde in der Dreiband-Bundesliga statt.

Es mussten mindestens 2 Punkte her, um den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zu verkürzen oder zumindest nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten. Zunächst war am Samstag der BSV München in Velbert zu Gast. In der Hinrunde gab es eine empflindliche 0:8 Niederlage. Um eine erneute Pleite zu verhindern, spielte neben Henk Habraken erstmals auch sein Landsmann Barry van Beers für den BSV Velbert. Bereits in der ersten Runde zeigte sich, dass die Velberter alles tun wollen, um den Abstieg zu verhindern. An Brett 4 zeigte Stefan Dirks eine Weltklassepartie gegen Kai Siepmann. Dirks schien in einer anderen Liga zu spielen und deklassierte seinen Gegner regelrecht mit 40 : 9 in nur 17 Aufnahmen (2,353 GD) Auch am Nachbartisch konnte sich Torsten Anders gegen Andreas Horvath knapp mit 40 : 35 und guten 34 Aufnahmen durchsetzen. In Runde zwei lief es allerdings für van Beers nicht rund. Er kam einfach nicht ins Spiel und musste sich gegen Herbert Szivacz mit 29 : 40 in 38 geschlagen geben. Die Spitzenpartie zwischen Henk Habraken und Michael Puse lief zunächst sehr gut für den Niederländer. Puse geriet schnell in Rückstand, konnte sich jedoch nach und nach herankämpfen. Es reichte dennoch nicht für den Münchner, der 34 : 40 in 37 Aufnahmen verlor. Somit waren schon einmal zwei Punkte gesichert. Am Sonntag kam der Tabellenführer aus Ravensburg nach Velbert. Auf dem Papier schien alles für einen klaren Sieg der Ravensburger zu sprechen, dieser fiel allerdings sehr knapp aus. Philipp Leu konnte einem eher schwach auftretenden Murat Gökmen die ganze Partie über Paroli bieten und gewann mit 40 : 34 in 37 Aufnahmen. Stefan Dirks konnte leider nicht an seine Leistung vom Vortag anknüpfen, hatte es jedoch in der Hand, gegen Klaus Bosel zumindest ein Unentschieden zu holen. In einer zähen Partie lagen beide immer gleichauf. In der 47. Aufnahme erzielte Bosel seinen 40. Punkt. Dirks benötigte noch 6 Punkte im Nachstoss, konnte jedoch seinen 4. Punkt nicht mehr verwandeln. In der zweiten Runde deklassierte der Weltranglisten 18te Murat Coklu den Velberter Torsten Anders, der sich nahezu chancenlos mit 23 : 40 in 19 Aufnahmen geschlagen geben musste. In der Spitzenpartie zwischen Henk Habraken und Tayfun Tasdemir (Nummer 9 der Weltrangliste) bahnte sich fast eine Sensation an. Tasdemir ging schnell in Führung und hatte bereits in der 3. Aufnahme 15 Punkte auf seinem Konto. Nach und nach schien jedoch seine Konzentration nachzulassen und Habraken konnte sich langsam herankämpfen. Nach 21 Aufnahmen lag der Niederländer sogar mit 34 zu 28 in Führung und es sah fast so aus, dass die Velberter gegen Ravensburg ein Unentschieden erspielen konnten. Wie aus dem nichts gelang jedoch Tasdemir die Tageshöchstserie von 11 Punkten und der Ravensburger verwandelte in der 23. Aufnahme seinen Matchball zum 40 : 34.
Dreiband-Bundesliga. Nach einer verkorksten Hinrunde trifft das Team um Henk Habraken auf den BSV München und Spitzenreiter Ravensburg. Die Hinrunde der Dreiband-Bundesliga klang mit einem Doppelspieltag am Buschberg aus und die Rückrunde beginnt an gleicher Stätte. Am Wochenende starten die Queue-Virtuosen des BSV Velbert mit zwei Heimspielen im Clubhaus in das neue Jahr. Zwei Teams aus dem Süden sind zu Gast: Am Samstag kommt um 14 Uhr der BSV München, am Sonntag stellt sich um 11 Uhr der Top-Favorit Ravensburger BC vor. An die Hinspiele haben die Velberter höchst unschöne Erinnerungen, denn die Reise in den Süden der Republik brachte für den langjährigen Bundesligisten den schlechtesten Start seit Jahrzehnten — zwei 0:8-Niederlagen. Zwar war das Team ersatzgeschwächt, doch die Doppelniederlage wirkte wie der Doppelpunkt für eine verunglückte Hinserie: Als Tabellenvorletzter ging das BSV-Team in die Winterpause. BSV brennt auf Revanche Der Auftakt zur Rückrunde steht somit einerseits unter dem Zeichen der Revanche und ist andererseits wegweisend für den Kampf um den Klassenerhalt. Vor allem die Partie am Samstag gegen München. Die Gäste aus der Bayern-Metropole bilden momentan hinter den Velbertern das Schlusslicht der Liga. Für die Gastgeber kommen im Kellerduell der holländische Routinier Henk Habraken, Torsten Anders und Stefan Dirks zum Einsatz. Seine Bundesliga-Premiere feiert der Niederländer Barry van Beers — so werden die Niederberger nach dem letzten Hinrunden-Spieltag (da stand Eddy Merckx am Tisch) zum zweiten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte mit „zwei Ausländern“ antreten. Mit einem Sieg könnten die Velberter zu BG RW Krefeld sowie zu den Sterkradern aufschließen, die mit jeweils vier Punkten vor dem BSV stehen. Diese beiden Teams sind auch die Gegner der Velberter am Doppelspieltag Ende Januar. „Damit haben wir bereits in diesem Monat die Chance, unsere Position im Kampf um den Klassenerhalt deutlich zu verbessern. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen“, sagt BSV-Pressesprecher Stefan Schneider. Internationale Topduelle Am Sonntag steht dann die schwere Partie gegen den Tabellenführer Ravensburger BC an, der bisher durchweg mit den zwei Weltranglistenspielern Murat Coklu und Tayfun Tasdemir angetreten ist. „Trotz der eher schlechten Aussicht auf einen Sieg wird es durchaus sehenswerte Partien geben“, verspricht Stefan Schneider. So misst sich Henk Habraken an Brett eins im internationalen Top-Duell mit Tayfun Tasdemir. Quelle: www.derwesten.de