Es war hauchdünn, aber es reichte: Mit einem Turnierdurchschnitt von (nur) 0,515 hat Klaus-Dieter Prinz von Preußen von der Billardgemeinschaft Rot-Weiß Krefeld den Bundespokal Dreiband der Senioren auf dem Matchbillard gewonnen.

Die Nächstplatzierten konnten deutlich höhere GD erzielen, aber eben im entscheidenden Moment die jeweilige Partie nicht für sich entscheiden. So etwa Ernst Nockemann vom TuS Kaltehardt, der das Finale 23 zu 24 verlor und 0,698 GD spielte, ebenso Reinhard Voss, BSV Marl, der mit 0,744 Dritter wurde, weil er gegen den Berliner Martin Ulbig (GD 0,816, beste Partie mit 1,666) im kleinen Finale gewann. Vorjahressieger Dietrich Schenk, SV Fürth, kam mit dem besten GD von 0,901 diesmal nur auf den 5. Platz.

Noch bis zum Samstag kämpfen die 30 besten deutschen Dreiband-Billardspieler Ü60 in Velbert um Pokale und Medaillen. Der Billardsportverein Velbert richtet den Bundespokal für Senioren zum dritten Mal in seinem Clubheim „Am Buschberg“ aus. Am Freitag beginnt die Finalrunde der besten acht. Als Favoriten gelten die Vorjahres-Siegern Martin Ulbig aus Berlin und Dieter Schenk aus Fürth, gute Chancen auf die vorderen Plätze haben u. a. aber auch Hans Bechert von den Billardfreunden Horster Eck, Reinhard Voss vom BSV Marl, Rolf Leuchgens und Klaus-Dieter Prinz von Preussen von den Billardfreunden Krefeld sowie Ernst Nockemann vom TuS Kaltehardt. Zuschauer sind herzlich willkommen, der Eintritt ist kostenlos.

Reinhard Voss greift wieder an

3. Bundespokal Dreiband Ü60 vom 23. bis 27. Mai beim BSV Velbert • Zuschauer "Am Buschberg" herzlich willkommen

Am Dienstag ist es wieder so weit: Im Clubheim des Billardsportvereins Velbert treffen die besten Dreibandspieler Deutschlands der Alterskategorie Ü 60 aufeinander, um fünf Tage lang um Pokale und Medaillen zu kämpfen. Zum dritten Mal richtet der BSV Velbert den Bundespokal Dreiband aus, und jedes Jahr steigt die Teilnehmerzahl. „Diesmal sind 30 Spieler am Start, fast alle Teilnehmer aus dem Vorjahr sind wieder dabei“, freut sich BSV-Vorstand Werner Klingberg, „das spricht dafür, dass sich die Gäste hier bei uns wohlfühlen.“

Zum Wohlfühlpaket, das der heimische Billardsportverein geschnürt hat, gehört zum Beispiel die „Velberter Begrüßungstüte“ mit kleinen, vom Verein sowie von Mitgliedern und heimischen Firmen gesponserten Präsenten, die Organisation der Unterbringung im Stammhotel Bürgerstube, im Jugendgästehaus und anderen Quartieren bis hin zur Dokumentation des gesamten Turniers mit Spielberichten und Fotos aller Teilnehmer zur Erinnerung. Während der gesamten Spielwoche sorgen die Frauen des Vereins für das leibliche Wohl der Gäste einschließlich eines großen kalt-warmen Büfetts am Freitagabend.

„Wir sind sehr froh, dass wir den Bundespokal nach Velbert holen und hier etablieren konnten, da muss man natürlich auch einiges tun, um die Spieler bei Laune zu halten“, sagt Werner Klingberg, „zum Beispiel holen wir die Gäste, die mit der Deutschen Bahn kommen, am Essener Hauptbahnhof ab und bringen sie am Wochenende auch wieder dorthin.“ Vielen gefällt es in Velbert so gut, dass sie auch länger bleiben, so reist die gesamte Berliner Delegation rund um den Bundesliga-Spieler Martin Ulbig schon am Montag an, ebenso die Spieler aus dem Fränkischen mit Vorjahressieger Dietrich Schenk aus Fürth an der Spitze.

Diese beiden zählen klar zu den Favoriten des Bundespokals. Ulbig, der 2015 gewinnen konnte und im vergangenen Jahr nur knapp hinter Schenk auf dem zweiten Platz landete, ist fest entschlossen, wieder nach dem Titel zu greifen. „Dafür trainiere ich seit Wochen sehr hart“, sagt der Berliner. Konkurrenz droht in diesem Jahr allerdings auch durch Teilnehmer aus der Region. Vom BSV Marl ist Reinhard Voß wieder dabei, der 2015 weit unter Wert in der Vorrunde ausschied, weiterhin Rolf Leuchgens von der BG Rot-Weiß Krefeld, Ernst Nockemann vom TuS Kaltehardt und der beste BSV-Spieler unterhalb der Bundesliga, Horst-Günter Lax.

Martin Ulbig hat kräftig trainiert...

...natürlich Billard am heimischen Tisch in Berlin

Diese Top-Spieler bilden auch die Köpfe der fünf Sechser-Gruppen, in denen die Vorrunde gespielt wird. Distanz 25 Punkte oder 50 Aufnahmen. Anstoß ist Dienstag um 14 Uhr. Die jeweils drei besten aus jeder Gruppe sowie der beste Vierte kommen in die Hauptrunde, die am Donnerstag um 16 Uhr beginnt. Am Freitag sind die Platzierungsspiele sowie die Viertelfinals angesetzt, Samstag schließlich die Halbfinals, das Spiel um die Dritten Platz und das Finale.

Während der gesamten Turniers freut sich der BSV Velbert über Zuschauer in seinem Clubheim Am Buschberg 11. „Es lohnt sich bestimmt, mal vorbeizuschauen, die Senioren zeigen bundesligareife Spitzenleistungen im Dreiband, der Königsdisziplin unseres Sports“, sagt BSV-Chef Klingberg, „was auch beweist, dass man mit entsprechenden Training auch im fortgeschrittenen Alter Billard auf sehr hohem Niveau spielen kann.“

Dieter Schenk will seinen Vorjahrestitel verteidigen