Nr Name Vorname Verein
1 Becker Andreas BC Berolina-Sterne
2 Resavski Ljupco BC Berolina-Sterne
3 Bayer Gerd Kölner BC
4 Volbracht Andreas BA Berlin
5 Laurich Horst SV Fürth-Poppenr.
6 Hofmeister Armin Kölner BC
7 Grewe Günter GW Paderborn
8 Spruzina Frank VfV Hildesheim
9 Lempfert Detlef BG RW Krefeld
10 Fiebig Wolfgang BC Oberursel
11 Rössler Bernd SV Fürth-Poppenr.
12 Richter Klaus BG Hamburg
13 Wendland Jochen Brauschweiger BC
14 Lietzau Holger BSG Hannover
15 Bastian Hans Peter BC Erstweiler
16 Ulbig Martin BA Berlin

Noch einmal Vize hinter Frederic Caudron wollte er nicht werden: Eddy Merckx hat in einem starken Finale die belgische Meisterschaft im Dreiband gegen seinen Freund, Dauerkonkurrenten und Weltmeister souverän gewonnen: Das Match ging am Sonntagabend vor der großartigen Kulisse des Casinos Blankenberge mit mehreren Hundert Zuschauern 40 : 27 für den verteidigungsstarken Velberter Spitzenspieler aus, der Caudron nie eine Chance ließ und für seine letzte Partie nur 20 Aufnahmen benötigte.

Hochkonzentriert auch bei der Nationalhymne: Sieger Eddy Merckx (Mitte), zweiter Frederic Caudron (l.) und Dritter Roland Forthomme (PS: Eddy steht auf dem höchsten Treppchen...)

Merckx zeigte seine beste Leistung allerdings im Halbfinale gegen den in den letzten Monaten immer stärkeren Roland Forthomme, er spielte einen Generaldurchschnitt von über 3 - die beste Partie im gesamten Turnier. Insgesamt erreichte er in Belgien einen GD von über 1,7.

Die Weltmeisterschaft in Bolivien im vergangenen Herbst konnte Frederic Caudron noch für sich entscheiden und die Führung in der Weltrangliste absichern, dieses Jahr scheinen die Karten auf dem grünen Tisch aber neu gemischt zu werden. Merckx zeigt sich in sensationell starker Form und überragender Nervenstärke und rückt mit seinem Heimsieg weiter an den Weltranglisten-Führenden heran. Vor allem aber vergrößert er in der Weltrangliste den Abstand auf Verfolger wie Jaspers, Zanetti, Kim, Blomdahl und Sanchez um satte 30 Punkte.

Der drahtige Belgier steuert – nach zwei gewonnenen Weltcups 2017 und der Vizeweltmeisterschaft ­– auf einen neuen Karrieregipfel zu. Sein nächster Auftritt bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Viersen vom 23. bis 25. Februar steht kurz bevor, danach folgen die Weltcups in der Türkei, in Vietnam und in Belgien – alle Wettbewerbe hat er in der Vergangenheit bereits gewonnen.

Die nächsten Spiele für den BSV Velbert wird er am 4. Februar in Berlin und am 17. Februar in Hamburg absolvieren. Schlachtenbummler sind herzlich willkommen.

Wenige Tage nach Veröffentlichung der Ausschreibung des 4. Dreiband-Bundespokals Senioren auf dem Matchbillard (22. bis 26. Mai 2018) liegen schon rund zwanzig Anmeldungen vor. BSV-Vorsitzender Werner Klingberg: "Wir freuen uns, dass auch eine ganze Reihe Spieler zum ersten Mal dabei sein werden - das Turnier spricht sich offensichtlich herum." Anmeldeschluss ist der 29. April, die maximal 36 Startplätze werden nach dem Windhund-Verfahren vergeben. Bundespokal Ausschreibung 2018
Datum / Uhrzeit Heim Gast Liga
Fr. 05.01.18 – 18.30 BC Katernberg BSV Velbert II Kreisliga A Dreiband
Fr. 05.01.18 – 18.30 BC Kupferdreh BSV Velbert Bezirksliga Dreiband
Sa. 06.01.18 – 14.00 BC Frintrop BSV Velbert 2. Bundesliga Dreiband
Sa. 06.01.18 – 10.00 1. Kl. Biathlon LM
So. 07.01.18 – 10.00 1. Kl. Biathlon LM
So. 07.01.18 – 11.00 Bfr. Schwelm BSV Velbert II Verbandsliga Dreiband
Mo. 08.01.18 – 18.00 Dreiband IV Kl. 2 Billards Vorr.
Fr. 12.01.18 – 18.30 BSV Velbert SV Friedrichsf. II Bezirksliga Zweikampf
Sa. 13.01.18 – 14.00 BSV Velbert III ABC Friemersh. I. Landesliga Dreiband
So. 14.01.18 – 11.00 BSV Velbert II BC Schreberg. II Verbandsliga Dreiband
So. 14.01.18 – 11.00 BSV Velbert IV Bill. Union Nord II. Landesliga Dreiband
Fr. 19.01.18 – 19.00 Mönchengladb. BSV Velbert IV II. Landesliga Dreiband
Sa. 20.01.18 – 14.00 BSV Velbert Horster Eck 2. Bundesliga Dreiband
So. 21.01.18 – 11.00 BSV Velbert BC Höntrop 2. Bundesliga Dreiband
So. 21.01.18 – 11.00 GW Asberg BSV Velbert III I. Landesliga Dreiband
Mo. 22.01.18 – 18.00 Frei Sen. B 3 Billards Endr.
Di. 23.01.18 – 18.00 Frei Sen. B 3 Billards Endr.
Fr. 26.01.18 – 19.00 Bfr Sterkrade II BSV Velbert II Verbandsliga Dreiband
Sa. 27.01.18 – 16.00 BSV Velbert BC Kupferdreh Bezirksliga Zweikampf
Sa. 27.01.18 – 14.00 BSV Velbert III BC Frintrop II I. Landesliga Dreiband

Lehrstunde in der Frintroper Schule mit Vizeweltmeister Eddy Merckx Olaf Höller mit guter Leistung bei Landesmeisterschaft im Biathlon 

Der Billardsportverein Velbert setzt seine Siegesserie in der 2. Bundesliga Dreiband fort: Am Samstag bezwangen die Queue-Künstler des BSV den BC Frintrop mit 6 : 2 und blieben damit auch beim Start in die Rückrunde mit 19 : 1 Punkten ungeschlagen. Dabei nahmen sie das Match in Essen nicht auf die leichte Schulter und setzten sogar ihren Starspieler Eddy Merckx aus Belgien ein – nur die Nummer 2 im Team, Henk Habraken, musste krankheitsbedingt zu Hause in Holland bleiben.

In der ersten Spielrunde hatte der Frintroper Andreas Torch gegen Philipp Leu keine Chance. Der baumlange Velberter ging schnell in Führung, verzichtete beim Stand von 9 : 26 sogar auf die Halbzeitpause und lag in der 19 Aufnahme mit 11 : 32 in Front. Bis zum klaren 15 : 40-Sieg benötigte Leu allerdings noch weitere 19 Aufnahmen, was ihm den General­durchschnitt leider etwas verdarb; mit 1,053 GD bestätigte er allerdings seine in dieser Saison sehr konstante Leistung, die ihm bei bisher fünf Einsätzen auch fünf Siege einbrachte.

Philipp Leu spielt mit einem GD von 0,95 und fünf Siegen eine gute Saison

Am Nebentisch kämpfte Leus Teamkollege Stefan Dirks gegen Roland Löwe. Der Velberter brachte seine Partie in 34 Aufnahmen ungefährdet mit 40 : 28 nach Hause, was für ihn einen GD von 1,176 und auch das Ende einer Serie von eher schwachen Partien in der Hinrunde bedeutete.

Die zweite Spielrunde traf BSV-Urgestein Torsten Anders auf Karl-Heinz Gertzen – und biss sich an sich am ihm die Zähne aus: Selbst Weltklassespieler haben Respekt vor dem 1. Vorsitzenden der Frintroper, der – wenn er einmal einen Lauf bekommt – kaum zu stoppen ist. Anders bekam in 32 Aufnahmen auf die Distanz von 40 ganze 22 Bälle mit, was für ihn einen mageren Schnitt von 0,688 bedeutete, während Gertzen mit 1,25 seine Spielstärke unterstrich.

Für Tom Löwe, den selbstbewussten Youngster der Essener, gab es in der Partie gegen den amtierenden Vizeweltmeister Eddy Merckx eine Lehrstunde im ehemaligen Klassenzimmer der Frintroper Hauptschule: Der Velberter Spitzenspieler führte schon nach zehn Aufnahmen 21 : 9, erhöhte in der 19. Aufnahme auf 38 : 23, brauchte dann aber weitere vier Aufnahmen, um die Partie 40 : 28, also mit einem GD von 1,739,  zu beenden. Löwe schlug sich mit 1,217 GD noch recht tapfer, hatte aber zu keinem Zeitpunkt der Partie eine reelle Chance.

Frintrop bleibt nach der Niederlage vom Wochenende auf dem vorletzten Platz der Tabelle und damit abstiegsgefährdet, während Velbert weiter ungeschlagen an der Spitze steht. BSV-Vorsitzender Werner Klingberg: „Wir wollen nicht voreilig sein, aber mit nur einem Verlustpunkt in der Hinrunde und so, wie sich die Mannschaft jetzt präsentiert, haben wir gute Chancen, wieder in die erste Bundesliga aufzusteigen.“

Am nächsten Spielwochenende 20./21. Januar tritt der BSV im heimischen Clubheim Am Buschberg zunächst gegen den Tabellenletzten Horster Eck und dann gegen den Viertplatzierten Elfenbein Höntrop an. Ein Sieg am Samstag sollte gelingen, das Sonntagsspiel hat hingegen durchaus seine Tücken: Einerseits weil es ausgerechnet die Wattenscheider waren, die Velbert in der Hinrunde trotz Top-Besetzung den einzigen Minuspunkt bescherten, und andererseits weil der Einsatz der beiden Spitzenspieler Merckx und Habraken an diesem Tag fraglich ist. Und falls der BSV in rein deutscher Besetzung antritt, ist das Match absolut offen. Spannend wird’s in jedem Fall...

***

Während die Dreiband-Strategen des BSV ihren Auswärts-Sieg erkämpften, trafen sich im Velberter Clubheim Am Buschberg acht Billardspieler der anderen Art: Es ging um Biathlon, was keinesfalls mit Gewehren, aber sehr wohl mit Kugeln zu tun hat – und mit fünf kleinen Kegeln, die mit den Spielbällen umgeworfen werden müssen.

Die Partie teilt sich in zwei Hälften: Zuerst wird klassisch Dreiband bis 15 in maximal 30 Aufnahmen gespielt, dann wird das Ergebnis mit sechs multipliziert und die Kegel kommen auf den Tisch, die – je nach gefallener Anzahl – unterschiedlich viele Punkte bringen. Sieger ist, wer zuerst 180 Punkte erreicht hat.

Das Spiel, das in Italien Volkssport ist und auch in den neuen Bundesländern gern praktiziert wird, findet auch in unseren Regionen zunehmend Anhänger. Zumindest ist das Kegelbillard, neben Pool und Snooker, den technischen Karambol-Disziplinen und der Königsklasse Dreiband, eine feste Größe im Dachverband Deutsche Billard Union und damit auch Anlass für eine Landeseinzelmeisterschaft 1. Klasse auf dem großen Turnierbillard.

Bemerkenswert war das Abschneiden des Velberters Olaf Höller, der im Biathlon noch als Greenhorn bezeichnet werden kann und zusammen mit Markus Nehring den dritten Platz errang, während BSV Vizepräsident Marco Ravasi als gebürtiger Italiener seinen zweiten Platz vom Vorjahr nicht verteidigen konnte und abgeschlagen im unteren Teil des Endklassements landete.

Landessieger wurde am Wochenende klar mit 10 : 0 Punkten und einem GD von 1,21 André Tebest vom BSV Goch. Auf den weiteren Plätzen: 2. Thomas Albers, BG RW Krefeld, 6 :4 Punkte, 1,19 GD; 3. Markus Nehring, BG RW Krefeld, 6 : 2 Punkte, 1,22 GD; 3. Olaf Höller, BSV Velbert, 4 : 4 Punkte, 0,96 GD; 5. Harry Disselen, MBC Duisburg, 4 : 4 Punkte, 1,18 GD; 6. Marco Ravasi, BSV Velbert, 2 : 6 Punkte, 0,82 GD; 7. Klaus Prächtel, BG RW Krefeld, 2 : 6 Punkte, 0,81 GD; 8. Jörg Büchler, BG RW Krefeld, 0:8 Punkte, 0,69 GD.

   

Nach dem letzten Doppelspieltag der Hinrunde ist der BSV Velbert mit 17:1 Punkten ungeschlagen und auf dem besten Wege, den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga zu meistern.

Am Samstag war der BC Fuhlenbrock zu Gast beim BSV.

In der ersten Runde spielte Stefan Dirks gegen Stefan Siegburg sowie Philipp Leu gegen Markus Wirgs.

Beide Velberter gingen schnell in Führung, welche sie über die Partie hinweg nicht mehr abgaben.

Dirks gewann 40 : 23 in 39 Aufnahmen. Leu spielte seine bisher beste Saisonpartie und gewann ebenfalls deutlich 40 : 22 in 24 Aufnahmen, was einen GD von 1,667 ergibt.

Auch in der zweiten Runde konnte sich Velbert durchsetzen. Torsten Anders spielte dabei gegen Dirk Harwardt in der 5. Aufnahme eine Serie von 14 und ging mit 22 : 6 in die Pause.

Anders hatte danach jedoch ein paar Probleme, die Partie früh für sich zu entscheiden, sodass Harwardt nochmal herankommen konnte. In der 29. Aufnahme konnte sich Anders jedoch mit 40 : 34 durchsetzen.

Henk Habraken hatte wiederum keine Probleme mit seinem Gegner Emilio Sciacca. Nach ebenfalls 29 Aufnahmen gab es für den Niederländer einen klaren 40 : 22 Sieg.

Am Sonntag wurde die zweite Runde gegen ABC Merklinde vorgezogen, da sowohl Eddy Merckx als auch Henk Habraken noch ein Spiel in den Niederlanden zu absolvieren hatten.

Habraken konnte nicht an den Erfolg vom Vortag anknüpfen und musste sich einem starken Jörg Ikenmeyer 40 : 28 in 28 Aufnahmen geschlagen geben.

Merckx zeigte an diesem Morgen erneut, warum er zu Weltspitze gehört. In nur 12 Aufnahmen (GD 3,333) fegte er förmlich seinen Kontrahenten Markus Dömer vom Brett, der immerhin noch 16 Punkte holen konnte.

Torsten Anders hatte in der zweiten Runde gegen den ehemaligen Velberter Jens Eggers wenig Mühre, zumal Eggers deutlich unter seinem Leistungsniveau spielte. Nach 27 Aufnahmen erspielte Anders seinen 40. Punkt, Eggers kam gerade einmal auf 17.

An Brett 4 wurde es dann noch einmal spannend, da Dirk Wörmer es in der Hand hatte, den Velbertern das zweite Unentschieden in der Saison zu bereiten.

Die Partie war zunächst ausgeglichen, bevor sich Dirks mit 11 Punkten Vorsprung absetzen konnte. Danach folgten jedoch 15 Fehlaufnahmen, welche Wörmer für sich nutzen konnte. In der 46. Aufnahme holte der Merklinder seinen 40. Punkt.

Dirks benötigte noch zwei Punkte im Nachstoss, welche er dann souverän holte und den Velbertern den knappen 5:3 Sieg sicherte.

Nach einer kurzen Winterpause geht es bereits am 06.01.2018 mit der Rückrunde weiter. Dann sind die Velberter beim BC Frintrop zu Gast, um die nächsten Punkte für den Wiederaufstieg zu sammeln.

Mit fünf souverän gewonnenen Partien gegen Tayfun Tasdemir, Jeremy Bury, Tonny Carlsen, Marco Zanetti und Roland Forthomme hat der Velberter Spitzenspieler Eddy Merckx den letzten Weltcup des Jahres in Hurghada, Ägypten, gewonnen. Er spielte den mit Abstand besten Turnier-Durchschnitt von knapp 2,3 und zeigte im Finale gegen seinen Landsmann Forthomme eine schöne 14er Serie.

Merckx hat mit zwei gewonnenen Weltcups und der Vize-Weltmeisterschaft ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 hinter sich und verbesserte sich mit seinem Sieg in Ägypten von Platz 8 auf Platz 2 der Weltrangliste, hinter dem führenden Frederic Caudron.  Beim übernächsten Bundesliga-Spieltag am 6. Januar tritt Merckx wieder für den BSV an.

Roland Forthomme hatte gegen Eddy Merckx keine Chance, Marco Zanetti und Frederic Caudron teilten sich den driten Platz (v.l.n.r.)

Billardasse siegen klar in Langendamm und verteidigen im Spitzenspiel gegen Coesfeld die Tabellenführung

Preisfrage: Was tun vier Männer mit langen Stangen in den Händen auf dem Boden eines Schwimmbades? Die Antwort ist überraschend – sie spielen Billard! Die Bundesliga-Mannschaft des BSV Velbert zeigte am Samstag beim SCB Langendamm an der Weser, wo die Billardtische auf dem Grund eines ehemaligen Hallenbades stehen, Dreiband-Sport auf höchstem Niveau, und das vier Meter unter der Wasserlinie.

In der ersten Runde konnte der Velberter Stefan Dirks seine Partie gegen Dennis Lendeckel und klar 40 : 24 gewinnen, wofür er allerdings die Höchstgrenze von 60 Aufnahmen voll ausschöpfte. BSV-Urgestein Torsten Anders gewann am Nebentisch äußerst knapp gegen Tim Pliening 40 : 39 in 49 Aufnahmen – die erreichten GD von 0,667 bzw. 0,816 entsprachen allerdings ebenso wenig den üblichen Maßstäben wie die Temperaturen in der Schwimmhalle.

Trotz neu installierter Deckenheizung ist es in Langendamm immer etwas kühl, wenn auch die Heizkissen, die beim letzten Auftritt des BSV vor zwei Jahren noch verteilt wurden, diesmal im Schrank bleiben konnten. Aber die mitgereisten Fans, die mit einem warmen Getränk in der Hand am Beckenrand saßen und parallel auf ihren Smartphones das Revierderby Dortmund gegen Schalke verfolgten, applaudierten, denn es stand – ebenso wie beim Fußball – zur Pause 4 : 0 für den Tabellenführer Velbert.

Den Leistungs-Einbruch der Borussen in der zweiten Halbzeit wollten die Velberter Queue-Künstler dann aber doch nicht nachahmen, sie schickten in der zweiten Spielhälfte den frischgebackenen Vizeweltmeister Eddy Merckx und den holländischen Strategen Henk Habraken ins Rennen. Merckx spielte in seinem ersten Auftritt für Velbert nach dem Titelkampf in Bolivien am ersten Brett eine seiner besten Partien in der deutschen Bundesliga und besiegte seinen Gegner Marcel Decker 40 : 25 in nur 14 Aufnahmen, was einen GD von 2,857 bedeutete. Das ist zwar noch weit unter dem Weltrekord von 8,33, den der bärenstarke Belgier mit einer Partie von 50 Punkten in sechs Aufnahmen vor einigen Jahren im Saarland erzielte, aber es war die beste von 100 Partien des gesamten Bundesliga-Wochenendes.

Während die Fans auf den Rängen allmählich auf Kaltgetränke umstiegen, machte Henk Habraken  mit seinem Gegner Thomas Ahrens - mehrfacher Deutscher Meister im Kunststoß, aber meist weniger erfolgreich im Dreiband - ebenfalls kurzen Prozess: 40 : 21 in 29, was für den wie immer verlässlich spielenden Holländer einen GD von 1,379 bedeutete.

Spielt gewohnt stabil und mit einem GD von über 1,3 eine hervorragende Saison: Henk Habraken

Am Sonntag um 11 Uhr wartete rund 200 Kilometer entfernt der Tabellenzweite BG Coesfeld auf die Velberter, und Eddy Merckx durfte dank einer freundlichen Geste der Westfalen schon in der ersten Runde ans Brett, weil er am Nachmittag in Holland eine weitere Spielverpflichtung hatte. Merckx gewann seine Partie gegen Erik Vijverberg souverän 40 : 12 in 18, was immerhin einen GD von 2,222 für den Velberter Spitzenspieler bedeutete.  Am Nebentisch schlug Torsten Anders seinen Gegner Theo Peters im gewohnten ICE-Tempo 40 : 32 in 39 Aufnahmen und erzielte damit zumindest einen GD von 1,025.

In der zweiten Runde kämpfte Stefan Dirks gegen Jörg Schertl und verlor nach anfänglicher klarer Führung 33 : 40 in 41 Aufnahmen, also mit nur 0,804 GD. So hing alles an Henk Habraken, der mit Andreas Niehaus den stärksten Gegner vor der breiten Brust hatte. Der Coesfelder beendete die Partie in der 28. Aufnahme mit 40 Punkten, doch Hollands Glorie schaffte im Nachstoß den Ausgleich und damit einen GD von 1,428, so dass die Begegnung ein wenig glücklich 5 : 3 für die Velberter endete.

Der BSV Velbert behauptet mit den beiden Auswärts-Siegen seine Spitzenposition in der 2. Bundeliga mit 13 : 1 Punkten vor den freundlichen Coesfeldern, die nur auf 10 : 4 Zähler kommen. Velbert kann sich nun gute Chancen auf die Tabellenführung zur Saisonmitte ausrechnen. Ein Weihnachts-Spaziergang wird es allerdings nicht kurz vor den Feiertagen, wenn die letzten beiden Spielen der Hinrunde anstehen:  Im BSV-Clubheim Am Buschberg werden am 16. Dezember der BC Fuhlenbrock (Tabellenplatz 4) und am 17. Dezember der ABC Merklinde (Platz 3) erwartet.

Eddy Merckx hat bei der Dreiband-Weltmeisterschft in Santa Cruz, Bolivien, den zweiten Platz hinter Frederic Caudron belegt. In einem atemberaubenden Finale von nur 40 Minuten Dauer musste sich Merckx, Spieler der 1. Mannschaft des BSV Velbert, am späten Sonntagabend seinem Landsmann 40:16 geschlagen geben – bei Caudron lief einfach alles, was mit einem Durchschnitt von 4,444 belohnt wurde – beste Partie des Turniers. Für Caudron, der alle Carambolage-Disziplinen spielt,  war es der 12. Weltmeister-Titel.

Merckx, der sich seit 1990 voll auf das Dreiband-Spiel konzentriert, war bereits 2006 und 2012  Einzel-Weltmeister in der Königsdisziplin des Billardsports und hat bei der Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften in Viersen gemeinsam mit Caudron viermal den Titel geholt. Mit dem jetzt errungenen Titel des Vize-Weltmeisterschaft und dem noch im Mai gewonnenen Weltcup im vietnamesischen Ho chi minh, bestätigt Merckx eindrucksvoll seinen Platz in der absoluten Weltspitze.

Glückwunsch aus Velbert!

Merckx, Caudron und die Drittplatzierten Ma und Zanetti (v.l.n.r.) bei der Siegerehrung in Bolivien

Im Alter von 72 Jahren ist am Sonntag, dem 5. November, unser langjähriges treues Mitglied Peter Schneider überraschend verstorben. Er mußte sich einer schwierigen Herz-Operation unterziehen, die er leider nicht überstanden hat. Der BSV Velbert verliert einen guten Freund und einen seiner eifrigsten Spieler, der fast jeden Tag sein Trainingsprogramm an "seinem" Tisch 4 absolvierte. Wir vermissen ihn und trauern mit seiner Witwe Gabi und seinen Söhnen Stefan und Michael.